„Freie Affen“ Teil 1

Freie Affen Theaterstück Von Reinhard Tantow Berlin, April/Mai 2016

„… der keinez lebet âne haz.“ (Walther von der Vogelweide)

„Wenn man erkannt hat, dass etwas unwahr, unsauber, ungut ist, muss man sich davon distanzieren. Ohne tiefgründige Abneigung, aber entschieden!“ (Curt Goetz)

„Aufführungen vor Publikum rufen erfahrungsgemäß nichts als moralische Affekte für gewöhnlich minderer Art beim Publikum hervor.“ (Bertolt Brecht)

Erste Szene: Moritzstraße

Monica und Wittenberg haben es sich in der Spandauer Altstadt auf einer großen, bunten Decke gemütlich gemacht. Dicht bei ihnen liegen ihre beiden Wolfshunde, Zoltan und Anastasia. Rotwein und Zigaretten sind ausreichend vorhanden; eine Konzertgitarre und ein CD-Player stehen zur Verfügung. Im Hintergrund eine Hausfassade, zentral und rechts eine imposante Apotheke, links ein eher schlichter Second Hand Shop. Die Umgebung bildet eine kleinstädtisch anmutende Fußgängerzone, wie sie in den siebziger Jahren des XX. Jahrhunderts seltsamerweise für zeitgemäß gehalten worden ist.

Marktplatz Spandau
Marktplatz Spandau

Monica: Neulich bin ich mit der U-Bahn gefahren …

Wittenberg: Schwarz natürlich, darauf gehe ich jede Wette ein.

Monica: Denkst du vielleicht, ich kaufe mir extra ein Ticket?

Wittenberg: Das denke ich eben nicht, sondern ich gehe davon aus, dass du im Zweifelsfall immer die ungesetzliche Verhaltensweise bevorzugen wirst.

Monica: Aber ich habe einfach kein Geld für U-Bahn-Fahrkarten.

Wittenberg: Dann musst du eben zu Fuß gehen. Andere Leute müssen das auch.

Monica: Wo ich hin wollte, das war viel zu weit weg.

Wittenberg: Schwarzfahren ist illegal. Das weiß schließlich jedes Kind.

Monica: Deine Weisheiten haben sich überlebt, Wittenberg, sie stammen aus einer ganz anderen, längst verflossenen Epoche der Menschheitsgeschichte.

Wittenberg: Seit wann beschäftigst ausgerechnet du dich mit „Epochen“?

Monica: Gar nicht, ich möchte nur zu bedenken geben, dass das Leben vor allen Dingen eine praktische Angelegenheit ist.

Wittenberg: Also gut, was ist passiert in der U-Bahn? Denn es passiert meistens etwas, wenn du in der Nähe bist.

Monica: Ich glaube, du neigst zu vorschnellen und falschen Verallgemeinerungen.

Wittenberg: Es ist also nichts passiert?

Monica: Doch.

Wittenberg: Na also, genau, wie ich es gesagt habe.

Monica: Nein, gar nicht, wie du gesagt hast.

Wittenberg: Wie dann?

Monica: Anders. Es handelt sich um ein Gespräch, das ich mit angehört habe.

Wittenberg: „Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand‘.“

Monica: Ich wollte nicht lauschen. Ich saß gegenüber von zwei jungen Männern, die sich lebhaft miteinander unterhalten haben. Ich hatte überhaupt nicht die Möglichkeit, nicht zuzuhören.

Wittenberg: Aber du hast dir jedes Wort eingeprägt?

Monica: Natürlich.

Wittenberg: Nichts ist natürlich. Jedenfalls nichts, was dich anbelangt.

Monica: Du hörst mir wieder einmal nicht zu.

Wittenberg: Wem sollte ich sonst zuhören, wenn nicht dir?

Monica: Wie gut, dass du es endlich einsiehst.

Wittenberg: Also, was haben die Männer gesagt?

Monica: Neugierig geworden?

Wittenberg: Nun erzähle es schon, ich kann nicht ewig warten.

Monica: Also …

Marktplatz Spandau
Marktplatz Spandau

Wittenberg: Man beginnt einen Bericht nicht mit „also“, das solltest du wissen.

Monica: Sie haben über ein dreckiges Buch gesprochen, ungeniert, die anderen Passagiere konnten alles mit anhören.

Wittenberg: Und der Titel des Buches?

Monica: ”Fifty Shades Of Grey“ — oder so ähnlich.

Wittenberg: Das ist ein pornographischer, ein sadomasochistischer Schundroman, meine Liebe. — Ein Schmutz!

Monica: Hast du das Buch gelesen?

Wittenberg: Nein, und ich habe auch nicht die Absicht, es zu tun.

Monica: Was zu tun?

Wittenberg: Das zu lesen.

Monica: Aber wie kannst du über ein Buch urteilen, das du gar nicht gelesen hast?

Wittenberg: Ich denke gar nicht daran, am helllichten Tag meine Lesegewohnheiten vor dir zu rechtfertigen.

Monica: Aber dabei geht es keineswegs um mich.

Wittenberg: Sondern?

Monica: Um dich selbst, selbstverständlich, denn du handelst intellektuell unredlich, wenn du dir ein Urteil anmaßt, das auf keinerlei Kenntnissen beruht.

Wittenberg: Unverschämtheit.

Monica: Selber Unverschämtheit.

Wittenberg: Ich handele niemals.

Monica: Das bildest du dir allenfalls ein, in idealistischer Verblendung.

Wittenberg: Du wolltest von dem Gerede in der Berliner U-Bahn erzählen.

Monica: Ja, aber du hast mich wieder einmal unterbrochen.

Wittenberg: Ich verspreche feierlich, dir jetzt geduldig zuzuhören.

Monica: Es ging, wie gesagt, um diesen englischen oder amerikanischen Bestseller. Beide Männer hatten das Buch schon gelesen. Der eine von den beiden erzählte nun von sich und einem gemeinsamen Bekannten. Sie saßen bei schönem Wetter zusammen draußen am Tisch vor einer Kneipe in der Bergmannstraße. Einer hatte ein Messer, der andere den Schmöker. Und nun spielten sie Messerstechen mit dem Roman. Die Verabredung lautete, dass der Bekannte, also der, der gerade nicht mit in der U-Bahn saß, das, was auf der aufgespießten Seite zu lesen war, gleich am Abend mit seiner Frau in die Tat umsetzen musste. In dem wie zufällig gefundenen Abschnitt ging es um „dirty talking“. Der abenteuerlustige Dritte hielt sein Versprechen auch ein.

Wittenberg: Ich glaube, du hast dir die Geschichte in deinem instabilen und fragilen Hirnchen selber ausgedacht, Monica.

Monica: Habe ich nicht, Esel.

Wittenberg: Also gut, erzähle weiter.

Monica: Der gemeinsame Bekannte kam abends erwartungsfroh nach Hause und sah seine Frau mit dem Abwasch beschäftigt. Das Abwaschwasser war richtig schön heiß, das Spülmittel duftete anheimelnd nach Zitrone. Die Frau trug Gummihandschuhe und ihre übliche Kittelschürze. Gläser, Tassen und Untertassen standen schon glänzend zum Trocknen an ihrem Platz. Hausmütterchen war gerade mit den Tellern beschäftigt. Jetzt tritt der Mann an die scheinbar Wehrlose von hinten heran, sagt zu ihr: „Guten Abend, du alte Schlampe! Weißt du, ich habe Lust, dich mal wieder richtig schweinisch zu ficken.“ Dabei reibt er seinen Schwanz an ihrem Arsch und greift ihr von hinten unter den Armen hindurch an die Titten.

Wittenberg: Und dann?

Monica: Das möchtest du wissen, was?

Wittenberg: Nun, ich weigere mich keineswegs, das schamlose Ende deines Berichts zur Kenntnis zu nehmen.

Monica: Die Frau gab dem Kerl einen Stoß mit dem rechten Ellenbogen, um sich Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Dann schlug sie ihm mit der linken Hand den Abwaschlappen kreuz und quer ins Gesicht, bis er aufheulte und um Gnade winselte. Dabei schrie sie ihn an: „Was fällt dir ein, so mit mir zu sprechen, du Idiot! Du Schweinehund! — Nein, doch eher: Du Idiot!“

Wittenberg: Fabelhaft.

Monica: Was heißt hier „fabelhaft“?

Wittenberg: Ich könnte mir vorstellen, dass die spontane Reaktion des gedemütigten Weibes haargenau den manipulativen massenpsychologischen Intentionen des gewieften Romanautors entspricht. — Es geht dabei vermutlich einmal mehr um die Frage nach dem Kritikzusammenhang von Sexualität und Gewalt oder von Sexualität und Herrschaft.

Monica: Hätte die Frau es deiner Meinung nach bei gutem Zureden bewenden lassen sollen?

Wittenberg: Das nicht, aber interessant ist meines Erachtens vor allem, wie leicht es den ideologischen Apparaten in Staat und Gesellschaft nach wie vor zu fallen scheint, einen charakterlich ungefestigten Mann zu einer unbedachten aggressiven Handlung sogar gegen die eigene Ehefrau zu verleiten.

Monica: Die meisten Leute würden, glaube ich, behaupten, der Mann habe nichts Böses getan.

Wittenberg: Jedwede Tat ist uranfänglich böse.

Monica: Jetzt übertreibst du wieder, Wittenberg.

Wittenberg: Haben sich die Kontrahenten aus deiner Erzählung wieder versöhnt?

Monica: Keine Ahnung.

Wittenberg: Soll das etwa heißen, dass die Geschichte keinen Schluss hat?

Monica: Ganz genau.

Wittenberg: Aber wieso denn nur?

Monica: Die beiden geschwätzigen Männer mussten leider schon am Kottbusser Tor aussteigen.

Wittenberg: Du hättest ebenfalls aussteigen und ihnen nachgehen können.

Monica: Damit du ein literarisch einwandfreies Finale serviert bekommst?

Wittenberg: Es wäre bestimmt der Mühe wert gewesen.

Monica: Was du nicht sagst.

Wittenberg: Ich „sage“ im Grunde niemals etwas in dem Sinne, dass ich etwas „aussagen“ will. Denn Aussagen sind mir zutiefst zuwider.

Monica:
Das ist es womöglich auch, was die Verständigung mit dir so kompliziert macht — Du denkst nicht, wie andere Menschen denken.

Wittenberg: Mit Äußerungen dieser Art machst du mich zum Aussätzigen, zum Heimatvertriebenen.

Monica: Das ist ein Missverständnis.

Wittenberg: Für mich kann es kein „Verständnis“ zwischen Menschen geben. Also ergibt des Begriff oder der Vorwurf des „Missverständnisses“ keinerlei Sinn.

Monica: Du igelst dich ein, Wittenberg.

Wittenberg streichelt Anastasia; sie setzt sich neben ihn. Wittenberg legt seine rechte Wange auf den Rücken der Hündin und schaut Monica schräg von unten herauf an, vielleicht mit einem treuen Hundeblick.

Wittenberg: Das ist nicht wahr, Monica. Ich sorge für uns. Ich gehe nicht weg.

Monica: Wir sorgen auch für dich, Wittenberg.

Wittenberg: Vielleicht ist es das, was uns aufgetragen ist. Nicht das permanente Sprechen, das verzweifelte Suchen nach immer neuen „Aussagen“, sondern …

Monica: Sondern was?

Wittenberg: Die Sorge.

Monica: Die Sorge? Was soll das bedeuten?

Wittenberg: Du tust es schon wieder!

Monica: Was tue ich?

Wittenberg: Du verlangst nach Aussage, Bedeutung, Eindeutigkeit, Gewissheit.

Monica: Aber was soll ich sonst tun? Was soll ich sonst tun, wenn ich etwas nicht verstehe?

Wittenberg: Innehalten.

Monica: Innehalten?

Wittenberg: Innehalten zum Anfang, zum Neubesinnen.

Monica: Schön und gut, aber …

Wittenberg: Der Schriftsteller Georg Hermann hat einmal sinngemäß gesagt: „Ich beneide jeden, der glaubt, etwas beantworten zu können.“

Monica: Aber wir müssen richtige Antworten finden auf die dringlichsten Fragen
unserer bloßen Existenz. — Die Hunde müssen jeden Tag ihr Futter haben.

15.7.2016

Lehrjahre einer Stadtteilvertretung

Eine vorläufige Bilanz nach fünf Jahren Sanierungspolitik

Von Reinhard Tantow

Kommunalpolitik in Spandau ist traditionell Altstadtpolitik. Dabei spielt es keine Rolle, welche Partei im Rathaus, in Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung, gerade die Mehrheit stellt. Seit Menschengedenken gilt das eherne Prinzip: Erst die Altstadt, dann eine Weile „nüscht“ und am Ende, vielleicht, die peripheren Quartiere. Wirtschaftlich halbwegs funktionierende Nebenzentren waren und sind unerwünscht. Eine mächtige Altstadtlobby, bestehend aus Wirtschaftshof, „Partner für Spandau“, AG Altstadt und, neuerdings zusätzlich und obendrauf, der Altstadt-Agentur, weiß Besitzstände zu sichern und zu mehren.

Für die Spandauer Wilhelmstadt hatte ein solches permanentes politisches Desinteresse katastrophale Folgen. Die Pichelsdorfer Straße, früher von älteren Bürgerinnen und Bürgern gerne, mit nur mäßiger Übertreibung als „der Kurfürstendamm von Spandau“ bezeichnet, verkam regelrecht. An die Stelle von interessanten, wenn auch nicht gerade originellen Fachgeschäften trat mehr und mehr Mittelmaß und Gewöhnlichkeit. Am Ende eines langen Niedergangsprozesses, dessen Anfänge bis in die sechziger und siebziger Jahre (des XX. Jahrhunderts) zurückreichen und der seit Mauerfall und Wiedervereinigung 1989/90 merklich an Fahrt aufnahm [1], degenerierte die Wilhelmstadt zum Eldorado der Spielhöllenbetreiber, Apotheker und Friseure [2]. — Dem Vernehmen nach soll es nächtens sogar vermehrt zu kriminellem Verhalten nebst Drogenhandel gekommen sein.

Als gleichsam experimentelle Kehrseite zu jahrzehntelanger Vernachlässigung wurde die Wilhelmstadt im März/April 2011 zum Sanierungsgebiet erklärt. Es war allerhöchste Zeit dazu. Das Projekt ist auf 15 Jahre angelegt, fünf davon sind, nach Adam Riese, schon vorbei. Vorgesehen ist, die öffentlichen Räume, die Straßen und Plätze [3], genauer zu untersuchen, sie mit kritischer Intention beinahe so zu betrachten, als sähe man sie zum ersten Mal, um vielleicht zu einer städtebaulichen Gesamtkonzeption für die Wilhelmstadt zu gelangen, in der nicht länger mehr der motorisierte Individualverkehr das Maß aller Dinge darstellt. Utopische Zielvorstellung ist ein dem Menschen gemäßes Stadtquartier, in dem für Verkehrsteilnehmer aller Art genügend Raum für nicht allein gefahrloses, sondern auch angenehmes Fortbewegen und Verweilen zur Verfügung gestellt wird.

Das deutsche Baugesetzbuch (§ 137) bestimmt, dass das stadtentwicklungspolitische Geschehen in Sanierungsgebieten unter Beteiligung und Mitwirkung der Betroffenen erfolgen soll. Zu diesem Zweck wurde die Stadtteilvertretung Wilhelmstadt, unsere berühmte STV, als institutionalisierte Bürgerbeteiligung gebildet. Es handelt sich um ein offenes Bürgergremium. Ein förmliches Wahlverfahren im engeren Sinne des Wortes hat es nicht gegeben. Jeder, der in der Wilhelmstadt lebt oder arbeitet, ein Gewerbe betreibt oder als Grundeigentümer ein Interesse verfolgt, ist als Stadtteilvertreter herzlich willkommen [4]. Wir freuen uns aber auch über Gäste von jenseits der Kiezgrenzen, die sich für die Wilhelmstadt interessieren und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen möchten. Ein kritischer Blick von außen kann erfahrungsgemäß keinesfalls schaden [5].

Als ehrenamtlich tätiger Vorstand fungiert ein Gremium aus drei Sprechern und drei stellvertretenden Sprechern. Die Stadtteilvertreter achten übrigens penibel darauf, keine mittleren oder gar höheren Repräsentanten der etablierten politischen Parteien zu ihren Sprechern zu ernennen. Diese distanzierte Haltung Institutionen gegenüber, die in Deutschland bekanntlich Verfassungsrang genießen, wurzelt in individuell gemachten Erfahrungen, wonach „Parteipolitik“ nicht sinnvollerweise in Bürgerforen hineingetragen werden sollte [6]. Es gibt eine Geschäftsordnung der STV und eine Kooperationsvereinbarung mit dem Bezirksamt Spandau. Die Verhandlungen darüber gestalteten sich schwierig; wir erinnern uns mit Schrecken und Grausen. — Die Stadtteilvertretung für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt trifft sich am 1. Mittwoch eines jeden Monats gegen 19 Uhr im Stadtteilladen, Adamstraße 39, direkt am Földerichplatz, im ehemaligen Postamt.

Selbstverständlich hat eine Stadtteilvertretung nur beratende Funktion. Am Ende entscheidet immer noch die Stadt Spandau im Einvernehmen mit der zuständigen Senatsverwaltung. Es ist notwendig, sich das klarzumachen, damit keine Illusionen aufkommen.
Eine Hauptrolle im Sanierungsprozess spielt hingegen das KoSP, das Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement. Es handelt sich dabei um das Berliner Expertenbüro, das die grundlegenden Planungen erarbeitet hatte und nun deren Weiterentwicklung und Realisierung, wobei weitere, spezialisierte Expertenbüros zum Zuge kommen, steuern soll. Das KoSP ist also der „Prozesssteuerer“. — Von Anfang an wurde indes offenbar, dass das KoSP ein konzeptionelles stadtplanerisches Vorgehen eher ablehnt [7]; es verfolgt im Prinzip eine Strategie der punktuellen Maßnahmen. Ob diese, sagen wir: drei Dutzend Einzelvorhaben an allen Ecken und Enden der Wilhelmstadt letztlich ein in sich geschlossenes Ganzes ergeben können oder nicht, wird allenfalls am Rande thematisiert.

Genau an dieser Stelle versucht die Stadtteilvertretung, mit ihren bescheidenen Möglichkeiten „gegenzusteuern“. Wir möchten Schwerpunkte setzen und wollen wissen, ob die erforderlichen Finanzmittel und Planungskapazitäten auch zur Verfügung stehen. Das ist, wie sich leicht erraten lässt, nicht wirklich einfach [8].

Die Stadtteilvertretung Wilhelmstadt hat bislang leider nur eine einzige Arbeitsgruppe gegründet. Das ist die AG Verkehr unter der Leitung/Koordination von Frank Meyer. Die Mitstreiter treffen sich am 2. Mittwoch eines jeden Monats um 19 Uhr im Stadtteilladen. Ihr Hauptinteresse gilt zur Zeit den Geschäftsstraßen (Pichelsdorfer Straße, Adamstraße, Weißenburger Straße), den Plätzen (vor allem dem Metzer Platz), aber auch der Zukunft des Südhafengeländes [9]. — Wiederum steht im Mittelpunkt die Forderung nach einer konzeptionellen Herangehensweise. Die bislang bekannt gewordenen Planungen für die Pichelsdorfer Straße sind nicht schlecht, lassen aber jeden Zusammenhang mit dringend erforderlichen Umgestaltungen des Metzer Platzes vermissen [10].

Nach fünf Jahren Sanierungsgebiet Wilhelmstadt muss eine nüchterne, aber keinesfalls ernüchternde Bilanz gezogen werden. Wir haben uns zusammengerauft, konstruktiv gearbeitet und dabei kleinere Konflikte zu bereinigen gewusst. Größeren Ärger gab es über Monate wegen der Protokolle des Sanierungsbeirates. Das ist das wichtige Gremium, in dem Senatsverwaltung, Bezirksamt, Prozesssteuerer, hinzugezogene Experten, Stadtteilzeitung „wilma“ sowie eine Anzahl [11] Repräsentanten der Stadtteilvertretung über die aktuellen Entwicklungen im Sanierungsgebiet beraten. Plötzlich und unerwartet hieß es nach Jahren der erlaubten Einblicknahme, jetzt dürften die einfachen, die gemeinen Stadtteilvertreter die Protokolle des Sanierungsbeirates nicht mehr übermittelt bekommen. Auch die weitere Veröffentlichung dieser Protokolle auf der Website der STV wurde strikt untersagt. Lediglich dem Sprechergremium wurden die nunmehr gewissermaßen „geheimen“ Beiratsdokumente als Arbeitsgrundlage zur Verfügung gestellt. Zur Begründung für einen solchen eklatanten Rückschritt im Hinblick auf Informationsfreiheit und Transparenz hieß es, eine öffentliche Bekanntgabe der Beratungen des Sanierungsbeirates könne eventuell die privaten oder wirtschaftlichen Interessen einzelner Akteure verletzen. Die Ausrede ist den Herrschaften aber verdammt spät eingefallen! Nun, es ist evident, dass mit dieser reichlich willkürlichen Maßnahme die sachdienliche Arbeit der Stadtteilvertretung nicht eben erleichtert wurde. Unsere Sprecher, die durch die von ihnen unterzeichnete Datenschutzerklärung gebunden sind, gerieten in die unangenehme Lage, dem Plenum über Vorgänge berichten zu sollen, über die sie womöglich am Ende dann doch wieder nicht hätten berichten dürfen, da diese möglicherweise der Geheimhaltung unterliegen. Es bedurfte eines Sturmes im Wasserglas und der Androhung der Auflösung der STV, um Abhilfe zu schaffen. Mittlerweile werden die Protokolle der monatlich stattfindenden Sitzungen des Sanierungsbeirates wieder sämtlichen Mitgliedern der Stadtteilvertretung Wilhelmstadt zur Verfügung gestellt. — Es ist eine Pest, aber wir arbeiten weiter dran.

Bis hierher also eine eher karge, streckenweise vielleicht etwas missmutig daherkommende Sachstandsbeschreibung. Es fehlt ein Resümee und erst recht eine spannende Vision für die Zukunft. Wir bräuchten vielmehr dringend eine Art stadtentwicklungspolitischen Suspense. Indes, dergleichen ist leichter gefordert als imaginiert und aufgezeichnet. Vielleicht wäre es hilfreich, in einem ersten Arbeitsschritt die Bürgerinnen und Bürger der Wilhelmstadt jeden Morgen mit duftenden Rosinenbrötchen und leckeren Laugencroissants zu wecken und sie um „mehr Verantwortung“ und „mehr Engagement“ zu bitten. In den Städten der Schweiz ist freiwilliges Mitwirken zum Wohle des Stadtquartiers eine Selbstverständlichkeit. Warum nicht in Spandau? Wahrscheinlich muss man die Geschichte bemühen, um diese Frage auch nur annäherungsweise beantworten zu können. Deutschland war geeinigt von 1870/71 bis 1945, das macht 75 Jahre, dann wieder von 1990 an. Wir blicken also stolz zurück auf gerade eben 100 Jahre Deutsche Einheit — mit einer erschreckenden zwölfjährigen Dekadenzphase im Zentrum, auf die die Völkergemeinschaft gerne verzichtet hätte. Im Vergleich mit Frankreich oder England oder auch mit der Schweiz kann also von staatbürgerlicher Tradition in Deutschland noch kaum die Rede sein. Vor diesem Hintergrund scheint ein „großer Sprung nach vorn“ in Richtung gentleman und citoyen ausgerechnet in der beschaulichen, dezent wilhelminischen Wilhelmstadt kaum vorstellbar.

Trotz alledem, die Wilhelmstadt bietet dem unvoreingenommenen Betrachter ein gewisses melancholisches Flair und überraschend schöne Ecken. Im Zweiten Weltkrieg wurde wenig, fast nichts zerstört. Man kann also mit gelinder Übertreibung behaupten, die Wilhelmstadt sei die eigentliche, die wahre Altstadt Spandaus, ein großes, zusammenhängendes Altbaugebiet mit architektonischen Highlights aus unterschiedlichen Stilrichtungen. Mit diesem Pfund sollten wir wuchern!

Die Beziehungen zwischen der Wilhelmstadt und ihrem großen, alten Strom, der Havel, müssen leider als äußerst gespannt charakterisiert werden. Man ist sich fremd geworden. Die Havel kommt dreckig und eingeengt, eingezwängt, wie kanalisiert daher. Die verrostete, verkommene Schulenburgbrücke signalisiert dem Spaziergänger unmissverständlich: „Wanderer, jetzt kommst du in einen armseligen Stadtteil! Beschleunige deine Schritte! Kehre um! Erst am Lindenufer, am Rathaus bist du wieder in Sicherheit!“ Die Wilhelmstädterinnen und Wilhelmstädter wissen das; sie sind auch traurig darüber. Den alten Leuten kommen die Tränen. Aber wer vermag es schon, die Geschicke der Welt zu verändern?

Unsere Stadtteilvertretung für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt ist immerhin ein Anfang. Wir sind stur; wir geben nicht auf.

Zum Abschluss soll Michael Henkel zu Wort kommen. Er ist ein starker Immobilienmann, der gegenwärtige „Sprecher der Sprecher“ — auch er würde sich, glaube ich, niemals selber so bezeichnen — und im Grunde der Vorsitzende der Stadtteilvertretung Wilhelmstadt:

„Spandau ist — jedenfalls der nördliche Teil — von geringer Kaufkraft gekennzeichnet. Insofern halte ich es städtebaupolitisch für notwendig, genau zu überlegen, welche Schwerpunkte in den Subzentren zu legen sind. Ich glaube, wir sind uns einig, dass die Wiederbelebung des ‚Spandauer Ku’damms‘ auf absehbare Zeit kaum realisierbar sein dürfte. Insofern ist eine Neuausrichtung der Gewerbe dringend erforderlich — bis hin zur schmerzhaften Erkenntnis, dass es sinnvoller sein mag, wieder auf Wohnungen zu setzen.“

Berlin-Spandau, 29. Januar 2016

[1]

Thomas Claudius benennt drei einzelne Faktoren, die in ihrer Gesamtheit zu einem bedeutenden Verlust an Kaufkraft für die Wilhelmstadt führten:
„1) Das Wegziehen von Leuten, die es sich leisten konnten, ins Umland zu ziehen, mit dem damit einhergehenden Verlust an Kaufkraft.“
„2) Der Bau von großen Kaufmärkten: Kaufland (auf dem Kasernengelände an der Wilhelmstraße), Havel Park Dallgow (in Dallgow-Döberitz), Arcaden (am Brunsbütteler Damm).“
„3) Insbesondere die Umleitung der Buslinie 134 über die Wilhelmstraße, unter Umgehung der Pichelsdorfer Straße, entzog ebenfalls eine enorme Kaufkraft der Gatower und Kladower unserer Wilhelmstadt.“
Die merkwürdige, kaum nachvollziehbare Umfahrung der Wilhelmstadt durch die Buslinie 134, die die Wilhelmstädterinnen und Wilhelmstädter „früher“ oder seit Generationen zur Altstadt und zum Friedhof im Norden sowie nach Gatow und Kladow und zu den dort gelegenen Kliniken und Krankenhäusern im Süden brachte, erhitzt seit langen Jahren schon die Gemüter. Umgekehrt, und darauf kommt es in diesem Zusammenhang an, konnten natürlich die Gatower und Kladower mit dem „34er“ oder dem „134er“ relativ bequem in die Wilhelmstadt, speziell in die Pichelsdorfer Straße gelangen, um dort einzukaufen. Mittlerweile, das muss man ganz realistisch sehen, hat sich in Kladow ein gut funktionierendes Einkaufszentrum für die Waren des täglichen Bedarfs entwickelt. Parkplätze vor der Tür sind dort reichlich vorhanden. These I: Es gibt keine guten Gründe mehr für Menschen aus Kladow, die Pichelsdorfer Straße in ihrem gegenwärtigen beklagenswerten Zustand zu besuchen. These II: Die Kladower orientieren sich eher nach Zehlendorf; die Wilhelmstadt gilt ihnen als Auslaufmodell. Was aber lernen wir daraus? Eine einmal getroffene kommunalpolitische Fehlentscheidung lässt sich nicht einfach rückgängig machen; ihre negativen Auswirkungen bleiben bestehen und wirken nach.

[2]

Nichts gegen Apotheker und Friseure; sie tun ihre Arbeit und sind aller Ehren wert. Geradezu alarmierend ist jedenfalls eine rasante Abnahme der Warenvielfalt. Man könnte versucht sein, von einer sich ausbreitenden und verfestigenden „Einzelhandelsbilligstruktur“ in der Wilhelmstadt zu sprechen. Fleischereien müssen schließen, Bäcker haben es schwer; die Eröffnung eines kleinen Fischgeschäftes kommt einem betriebswirtschaftlichen Amoklauf bedenklich nahe. Die mangelnde Kaufkraft im Sanierungsgebiet Wilhelmstadt macht sich bemerkbar. Es fehlt schon längst auch am Alltäglichen und Elementaren. Eine Buchhandlung wird von den meisten Bewohnern der Wilhelmstadt wahrscheinlich nicht einmal vermisst. Spätverkaufsstellen und Handyhökerer füllen die Lücken in ihrer spezifischen Art und Weise. Es ist ihnen kein Vorwurf daraus zu machen.

[3]

Ein großer Teil der Sanierungsgelder wird in die Wilhelmstädter Schulen investiert werden. Beispielsweise soll die Christoph-Földerich-Grundschule endlich die seit zwei oder drei Ewigkeiten versprochene neue Sporthalle bekommen. Die alte „Turnhalle“ bleibt erhalten und wird zu einer modernen Mehrzweckhalle umgestaltet. — Ein Millionenvorhaben, über dessen zeitnahe Realisierung die Eltern und Großeltern der Kinder der Wilhelmstadt allerdings mit Argusaugen wachen müssen.

[4]

Ein „offenes“ Bürgergremium — gewiss; aber das soll nicht bedeuten, dass die Stadtteilvertreter kommen und gehen, ganz wie sie möchten. Die Regularien der Geschäftsordnung der STV zielen darauf ab, eine kontinuierliche Arbeit von „Vollmitgliedern“ für die Wilhelmstadt zu erreichen: „In der Stadtteilvertretung kommen Menschen zusammen, die im Sanierungsgebiet oder in unmittelbarer Nähe davon wohnen, ein Gewerbe betreiben, Grundeigentum nutzen oder denen es gehört.“ (§ 1 [3]) „Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist die protokollierte Teilnahme an mindestens einer vorherigen Versammlung der Stadtteilvertretung in den vergangenen 12 Monaten und eine schriftliche Beitrittserklärung.“ (§ 2 [2])

[5]

Von Zeit zu Zeit gab es Überlegungen in der STV Wilhelmstadt, den Kontakt zu den Stadtteilvertretern der anderen Berliner Sanierungsgebiete zu suchen. Daraus wurde bislang noch nichts, aber vielleicht ist sinnvoll, den Gedanken jetzt, nach fünf Jahren Sanierung wieder aufzugreifen und eventuell eine Art Vollversammlung zum Erfahrungsaustausch zu organisieren.

[6]

Auch der mittlerweile leider aufgelöste Bürgerverein „Meine Wilhelmstadt“ — mit der STV weder in tatsächlicher (nach Sinn und Zielsetzungen sowie personeller Zusammensetzung) noch in formaler, rechtlicher Hinsicht vergleichbar — hatte in seiner Satzung (im Gegensatz zu einer Geschäftsordnung) fest verankert, dass keine politischen Repräsentanten in den Vereinsvorstand gewählt werden dürfen.

[7]

Von Frank Meyer stammt der bedenkenswerte Hinweis, dass an dieser Stelle möglicherweise der falsche Esel geprügelt wird. Seiner Ansicht nach hat das KoSP von Senat und Bezirk gar nicht erst den Auftrag erhalten, stadtentwicklungspolitische Konzeptionen für die Wilhelmstadt zu erarbeiten. Der Prozesssteuerer verfolge also nicht nur eine „Strategie“ der punktuellen Maßnahmen; er müsse sich, seinem Arbeitsauftrag gemäß, auch genau darauf beschränken.

[8]

Thomas Claudius, als „Sprecher der Sprecher“ (er selber würde sich vermutlich nicht so bezeichnen) lange Zeit eine treibende Kraft unserer STV, der auch mit seinem Verein „Meine Wilhelmstadt“ fünf Jahre lang ehrenamtliche Stadtteilarbeit geleistet hat, nimmt kein Blatt vor den Mund. Er kritisiert das „Mauern“ von Sanierungsbeirat und Verantwortlichen im Bezirk, die oft intransparente Zusammenarbeit, die sich durch zähen Informationsfluss, ständiges Nachfragenmüssen nach dem letzten Stand und die häppchenweise Weitergabe von Informationen auszeichnete. „Vorentscheidungen der bezirklichen Schaltstellen, ohne wirkliche Partizipation der staatlich verordneten Bürgerbeteiligung, machten die Zusammenarbeit nicht immer leichter.“

[9]

Die Schulenburgbrücke hat über 100 Jahre auf ihrem rostigen Buckel und lässt sich nicht mehr sanieren. Für die Containerschifffahrt ist sie zu tief, aber nur etwas zu tief. Sie stellt kein wirkliches Verkehrshindernis dar. Der erforderliche Ersatzneubau wird darum außerhalb des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17 (Binnenschifffahrt), aber unter finanzieller Beteiligung des Bundes, in der Verantwortung des Senats von Berlin realisiert werden.

[10]

In der Gründungsphase befindet sich zur Zeit noch die AG Video (Arbeitstitel). Unter der Leitung von Mikk Schunke wollen politisch keineswegs korrekte Kreative einen Dokumentarfilm über die Wilhelmstadt herstellen. Das dazu benötigte technische Equipment ist großenteils bereits vorhanden.

[11]

Offiziell werden zu den Sitzungen des Sanierungsbeirates die drei Sprecher der STV erwartet. Stellv. Sprecher bekommen nur dann eine Einladung, wenn der eine oder andere Sprecher keine Zeit hat, also im Verhinderungsfall, wie es heißt. Es dürfen ausnahmsweise wohl gerne auch einmal vier Mitglieder des Sprechergremiums erscheinen. Wie sich die Gesichtsausdrücke der Sanierungsoberen allerdings verändern würden, falls eines Abends der komplette sechsköpfige Bürgerhaufen zwecks Einflussnahme im Stadtteilladen aufschlagen sollte, haben wir bislang noch nicht ausprobiert. — Wie vielleicht erinnerlich ist, wurde vor etwa zwei Jahren ein Antrag der sozialdemokratischen Fraktion in der Spandauer Bezirksverordnetenversammlung (BVV), der die prinzipielle Öffentlichkeit des Sanierungsbeirates für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt vorschlug, abgelehnt.

Bürgerforum Meine Wilhelmstadt

Liebe Wilhelmstädterinnen, liebe Wilhelmstädter, wie Sie sicherlich schon gehört haben, ist der aus der Bürgerinitiative „Meine Wilhelmstadt“ hervorgegangene Verein „Meine Wilhelmstadt e. V.“ nicht mehr aktiv und in Auflösung begriffen.

Die Grundidee von „Meine Wilhelmstadt“, jenseits der mit rechtlichen, steuerlichen und organisatorischen Schwierigkeiten verbundenen deutschen Vereinsform, gilt es unserer Ansicht nach unbedingt zu bewahren. Die Bürgerschaft der Wilhelmstadt bleibt aufgerufen, sich lebhaft einzumischen und sich um ihre ureigenen Angelegenheiten zu kümmern.

Der Bezirksverordnete Emilio Paolini hat sich deshalb die Rechte an der Website des Vereins „Meine Wilhelmstadt e. V.“ gesichert. In modifizierter Gestalt soll sie dem unabhängigen Bürgerforum „Meine Wilhelmstadt“ als ein modernes Handwerkszeug zur Information, Kommunikation und Organisation dienen.

Das überparteiliche Bürgerforum „Meine Wilhelmstadt“ hat selbstverständlich auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Es beginnt im Internet unter www.meine-wilhelmstadt.de mit der Sammlung von Ideen, Einfällen, Utopien, Merkwürdigkeiten, Standpunkten und Kritiken, von Texten, Zeichnungen, Plänen und Fotos, die das gemeinsame Ziel verfolgen, die Spandauer Wilhelmstadt zum Gegenstand des bürgerschaftlichen Interesses in der Perspektive ihrer allmählichen Veränderbarkeit zu machen.

In den Beiträgen unseres Bürgerforums wird die Meinung der AutorInnen ausgedrückt, die sich nicht mit denen des Webseitenbetreibers decken müssen. Wir kürzen grundsätzlich nicht, falls doch, dann nur im Einverständnis mit den AutorInnen. Für Beleidigungen gegen Menschen und gruppenbezogene Menschenverachtung ist bei uns kein Platz, genauso wenig wie für Angriffe auf die Demokratie.

Wilhelmstadt, im  August 2014
Frank Meyer
Emilio Paolini
Reinhard Tantow

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